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Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft
für Suchtkranke und Angehörige


Diözesanverband Köln e.V.

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Selbsthilfe f├╝r Suchtkranke und Angeh├Ârige

Der Kreuzbund bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe, um aus der Sucht auszusteigen.

In Selbsthilfegruppen erfahren sie durch Gespräche Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder Mensch ist beim Kreuzbund herzlich willkommen. Die Gruppenarbeit ermöglicht es den Teilnehmern/innen, ihre Probleme zu lösen, sich im Alltag zurecht zu finden und eine positive Lebenseinstellung zu gewinnen.

Der Kreuzbund fördert und praktiziert eine sinnvolle suchtmittelfreie Freizeitgestaltung.

In rund 1.400 Gruppen treffen sich bundesweit wöchentlich ca. 24.000 Menschen. Gruppenarbeit, Gespräche und suchtmittelfreie Geselligkeit helfen den Gruppenteilnehmern/-innen, eine zufriedene Abstinenz zu erreichen.

  Kreuzbund Diözesanverband Köln e.V.
  Georgstraße 20
  50676 Köln
  Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:

  Montag: 10:00 bis 14:00 Uhr
  Donnerstag: 10:00 bis 14:00 Uhr

  Telefon: 0221 / 2 72 27 85
  E-Mail:kbk@kreuzbund-dv-koeln.de
  Termine nach telefonischer Vereinbarung              
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Suchtnotruf für die Stadt Köln 0221-2074-601  

 

Unsere Gruppen im Kreuzbund DV Köln e.V. finden wieder statt!

 

Empfehlungen des Kreuzbundes für Gruppentreffen während der Corona-Pandemie

02.06.2020

Liebe Mitglieder der Kreuzbund-Gruppen, liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

die wöchentlichen Gruppentreffen sind für Suchtkranke und Angehörige sehr wichtig. Gemeinschaft, Verbundenheit und Austausch mit Gleichgesinnten schützen vor Rückfällen, geben Halt und Sicherheit – besonders in dieser Krisenzeit. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vom 5. Mai 2020. https://www.kreuzbund.de/de/nachricht-anzeigen/sucht-selbsthilfe-ist-systemrelevant-und-rueckfall-vorbeugend.html
Viele Gruppenmitglieder warten darauf, einander so bald wie möglich wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können – einige Gruppen treffen sich bereits wieder und machen ihre Erfahrungen mit den notwendigen Hygienemaßnahmen.
Bundesweit gilt:

  • Die Abstands- und Hygieneregelungen haben weiter Bestand.
  • Die Kontaktbeschränkungen sind bis zum 29. Juni verlängert – die Länder können Treffen mit bis zu 10 Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum gestatten.

Über weitere Regelungen in den verschiedenen Lebensbereichen entscheiden die Bundesländer unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens in ihrer Region weitestgehend selbst.
In einigen Bundesländern sind die Treffen von Selbsthilfegruppen unter Einhaltung der Hygieneregelungen (siehe unten) wieder möglich. In manchen Bundesländern sind die Zusammenkünfte der Sucht-Selbsthilfegruppen als medizinisch notwendige Dienstleistung anerkannt.  Ob dies in Ihrem Bundesland und in Ihrer Stadt auch so ist, prüfen Sie bitte vor Ort mit Ihrem Gesundheits- bzw. Ordnungsamt. Falls Sie die Zustimmung für eine Zusammenkunft seitens der Ordnungsbehörden haben, benötigen Sie noch die Zustimmung der Institutionen, die Ihnen die Räumlichkeiten für ein Treffen zur Verfügung stellen.
Die folgenden Empfehlungen verstehen Sie bitte nicht als Aufforderung, sich wieder zu treffen. Ob Sie sich treffen bleibt – unter Einhaltung der offiziell geltenden Regeln und nach Abwägung der Risiken und Vorteile von Gruppentreffen in Corona-Zeiten – in der Verantwortung der Weggefährtinnen und Weggefährten vor Ort. Die Hinweise bieten aber eine Entscheidungshilfe und eine Orientierung für den Fall, dass Sie sich wieder treffen möchten und dürfen. Sie können ggf. auch den örtlichen Ämtern und Institutionen als Entscheidungshilfe für die Treffen der Selbsthilfegruppen vorgeschlagen werden:

  1. Gruppengröße

Die Gruppengröße wird im Vorfeld auf eine Weise begrenzt, dass die nachfolgend beschriebenen Hinweise erfüllt werden können. Wir empfehlen, die Gruppe auf höchstens sechs Personen zu beschränken. Größere Gruppen sollten geteilt und zusätzliche Gruppentreffen anberaumt werden. 

  1. Räumlichkeiten
    • Die Möglichkeiten zum Händewaschen vor und nach der Sitzung sind gewährleistet. Ggf. steht ein Desinfektionsmittel bereit.
    • Die Sitzgelegenheiten werden mit dem empfohlenen Abstand von mindestens 1,5 Metern aufgestellt und / oder entsprechend gekennzeichnet. Sollte spontan ein Stuhl dazugestellt werden müssen, erfolgt dies mit Umsicht unter Einhaltung der Abstandsregel.
    • Während des Gruppentreffens wird für eine gute Belüftung gesorgt. Ggf. werden Belüftungspausen gemacht.
    • Eingangstüren werden von der Gruppenleitung geöffnet oder stehen bereits offen. Ggf. sind die Türkliniken nach jedem Gebrauch mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren.
    • Bei warmem Wetter kann eine Gruppenstunde auch auf einem geschützten freien Gelände, z.B. in einem Garten o.Ä. erfolgen – selbstverständlich unter Einhaltung der Mindestabstandsregel und auf eine Weise, dass das gesprochene Wort von Außenstehenden nicht mitgehört werden kann.
    • Zugangswege zum Gruppenraum (Treppen, Aufzüge, u.a.) sind so zu gestalten, dass beim Eintritt Schutzabstände gewährleistet sind (z.B. durch Markierung mit einem Klebeband).
  1. Teilnehmende
    • Die Gruppenmitglieder weisen keinerlei Krankheitssymptome auf und hatten in den letzten 14 Tagen wissentlich keinen Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten.
    • Im Zweifelsfall wägen besonders gefährdete Gruppenbesucher*innen (z.B. chronische Vorerkrankungen, höheres Lebensalter) den Gruppenbesuch hinsichtlich ihrer persönlichen gesundheitlichen Lage mit ihrem Arzt ab.
    • Die Gruppenleitungen führen eine Teilnahmeliste, um im Infektionsfall alle Gruppenmitglieder informieren zu können. Die Teilnahmelisten werden nach Ablauf von vier Wochen vernichtet.
  1. Verhaltensregeln
    • Alle Gruppenteilnehmenden tragen beim Betreten oder Verlassen der Räumlichkeiten einen Schutz für den Nasen- und Mundbereich. Wer auf seinem Stuhl platzgenommen hat, darf die Maske abnehmen.
    • Die Gruppenbesucher*innen betreten die Räumlichkeiten einzeln und beachten die Abstandsmarkierung.
    • Das Abstandsgebot gilt nicht nur während des Gruppentreffens, sondern wird auch unmittelbar vor und nach der Gruppenstunde von den Teilnehmenden gewährleistet. Gruppenbildungen vor oder im Eingangsbereich (z.B. um zu rauchen) sollten vermieden werden.
    • Speisen und Getränke werden nicht gereicht. Ggf. bringen die Gruppenmitglieder ihre alkoholfreien Getränke und ihr Trinkgefäß mit und nehmen diese auch wieder mit nach Hause.

Vor dem ersten Gruppentreffen sollten möglichst alle Gruppenbesucher*innen über die Handlungsempfehlungen informiert werden. So kann sich jede(r) darauf einstellen bzw. Unsicherheiten im Vorfeld besprechen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an das örtliche Gesundheits- oder Ordnungsamt. Geben Sie uns gerne weitere Anregungen. Damit unterstützen Sie uns dabei, diese Liste zu überprüfen und ggf. weiter zu entwickeln.

Seien Sie alle aufmerksam mit sich selbst und anderen!

Aus Hamm grüßen Sie herzlich

Andrea Stollfuß (Bundesvorsitzende)                              Heinz-Josef Janßen (Bundesgeschäftsführer)

 

 

 

Sucht-Selbsthilfe
Systemrelevant und Rückfällen vorbeugend

Die Sucht-Selbsthilfe ist ein wichtiger Pfeiler im System der Suchthilfe. Versuche zur Eindämmung der Verbreitung des Sars-CoV-2- Virus wirken sich auf die deutschlandweit ehrenamtlich geleistete Arbeit der Sucht-Selbsthilfe aus. Im Zusammenhang mit der Anerkennung der Systemrelevanz für bestimmte Branchen und Berufe möchten wir uns im Namen der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände Blaues Kreuz in Deutschland e.V., Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche - Bundesverband e.V., Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband e.V., Guttempler in Deutschland e.V. und dem Kreuzbund e.V. gerne an Sie wenden und um Ihre Unterstützung bitten.

Wir beobachten in den vergangenen Wochen eine Häufung von Rückfällen bei Abhängigkeitskranken, auch bei denjenigen, die bisher als stabil angesehen wurden. Einer der wichtigsten begünstigenden Faktoren für Rückfälle ist laut mehrerer Studien Einsamkeit. Durch die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 sind Abhängigkeitskranke besonders gefährdet, unter Einsamkeit zu leiden und besitzen durchschnittlich weniger Ressourcen, fehlende Sozialkontakte auszugleichen.

Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen, egal ob der Partner oder die Partnerin Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen konsumiert, sind aufgrund der physischen Kontaktbeschränkungen gleichermaßen betroffen und besonderen Belastungen ausgesetzt.

Die oben benannten fünf Sucht-Selbsthilfeverbände tun alles, um Abhängigkeitskranke und Angehörige in Form von Telefonkontakten, Videokonferenzen und Chats zu begleiten. Die Sucht-Selbsthilfe sichert die Erfolge von stationärer und ambulanter Therapie bei abhängigkeitskranken Menschen, indem sie maßgeblich Rückfällen entgegenwirkt. Wir verweisen auf das Jahrbuch Sucht 2020 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Artikel 3.3 Sta-tistik von fünf Sucht-Selbsthilfeverbänden in Deutschland.

Die Sucht-Selbsthilfe unterstützt die erfolgreiche Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19! Abhängigkeitskranke Menschen werden weniger rückfällig und können abstinent bzw. clean lebend die Schutzmaßnahmen befolgen. Das Infektionsrisiko der betroffenen Menschen bleibt niedrig!

Da Vereinsamung laut Studien einer der häufigsten Ursachen für Rückfälle Abhängigkeitskranker ist, brauchen sie jetzt am dringendsten Begegnung. Seit dem Beginn der Coronakrise stellen Selbsthilfegruppen digitale Kommunikations-möglichkeiten zur Verfügung. Dennoch können Telefonkontakte, Videokonferenzen und Chats die persönliche Begegnung nicht ersetzen. Die Sucht-Selbsthilfe, insbesondere die face-to-face-Begegnung, wirkt effektiv Verein-samungstendenzen entgegen und beugt am geeignetsten Rückfällen vor. Schutz vor viraler Ansteckung und Schutz vor Rückfall in die nicht selten tödlich endende Abhängigkeitserkran-kung müssen sorgfältig abgewogen werden.

Deshalb möchten wir, dass

    • … Hochrisikogruppen bestmöglich geschützt bleiben;

• … suchtkranke Menschen sowohl vor einer Covid-19-Infizierung als auch vor Rückfällen in die Abhängigkeitserkrankung bewahrt bleiben;

• … dass Sucht-Selbsthilfe in ihrer bisher wirksamsten Form (Präsenzveranstaltungen als face-to-face-Gruppenstunde) unter strengen Vorgaben dann ermöglicht wird, wenn erste Lockerungen der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 vorgenommen werden;

• … dass neben der beruflichen Suchthilfe die Sucht-Selbsthilfe als systemrelevantes Hilfeangebot erkannt und deren Arbeitsfähigkeit gesichert wird. Nur so kann das Hilfe-system für Abhängigkeitskranke aus beruflichen und ehrenamtlichen Angeboten gerade in der derzeitigen Krise arbeitsfähig bleiben!

Wir wollen nicht die wichtigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 in Frage stellen oder unterwandern! Ebenso wenig möchten wir vulnerable Zielgruppen, zu denen Abhängigkeitserkranke zu einem großen Teil gehören, zusätzlichen Gefährdungen aussetzen!

Bitte unterstützen Sie uns, dass sich die Sucht-Selbsthilfe unter strengen Vorgaben in Präsenzveranstaltungen (Gruppenstunden) wieder treffen kann, wenn erste verantwortbare Lockerungen von Schutzmaßnahmen bundes- und landesweit vereinbart werden.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, stehen für Rückfragen zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Jürgen Naundorff, Blaues Kreuz in Deutschland e.V.
Lando Horn, Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche - Bundesverband e.V.
Andreas Bosch, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband e.V.,
Barbara Hansen, Guttempler in Deutschland e.V
Heinz-Josef Janßen, Kreuzbund e.V.

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Der Kreuzbund Diözesanverband Köln e. V. ist Fachverband des Caritasverbandes 

 

 

Ankündigungen

20.10.2020: Sucht-Selbsthilfetag in NRW/FAS
Sucht-Selbsthilfetag NRW - ehemalig Fachtagung Garath Wir sind Vielfalt! Mutig die Zukunft gemeinsam gestalten! ...
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aktualisiert: 08.08.2020
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